„Leben im Gleichgewicht“

Für die große Gruppe – zumeist junger – Cannabiskonsumenten gibt es wenig Angebote in der Drogenhilfe. Herkömmliche Angebote der Drogenhilfe zielen auf Konsumenten von harten Drogen ab oder es handelt sich um Informationsangebote für Eltern.
Dabei zeigen viele der jungen CannabiskonsumentInnen riskante Konsummuster. Probleme in der Schule und Ausbildung, Abwendung von Familie und Freunden außerhalb der Szene sowie strafrechtliche Konsequenzen sind oft die Folge.

Die verhaltenstherapeutische Gruppe „Leben im Gleichgewicht“ bietet CannabiskonsumentInnen die Möglichkeit, ohne große Zugangsvoraussetzungen und in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen Strategien zu entwickeln, um ihren Konsum deutlich zu reduzieren oder sogar einzustellen.

Projektrahmen

Zielgruppe:
16-27jährige
Umfang: 8 Termine; 1 Termin pro Woche, Dauer: 120 Minuten
Trainer: Dipl. Päd / päd. Mitarbeiter
Gruppengröße: ca 12 TeilnehmerInnen
Ziel: Bewusstmachen von Konsummustern, Konsum beenden oder deutlich reduzieren
Zugang: freiwillige Teilnahme oder auf Zuweisung durch Jugendgerichtshilfe, Staatsanwaltschaft etc.

Inhalte des ProgrammsVorgespräche zur MotivationsklärungVor den eigentlichen Gruppensitzungen lernen sich die TeilnehmerInnen und Trainerinnen in Einzelgesprächen kennen. Hier werden die Inhalte der Gruppenstunden vorgestellt und eine erste Einschätzung des Konsums vorgenommen.

Gruppensitzungen In sechs Gruppensitzungen lernen die TeilnehmerInnen die Bedeutung und Funktion ihres persönlichen Cannabiskonsums zu reflektieren. Das Erkennen und die Beschäftigung mit Risikosituationen ermöglichen ihnen, sich alternative Verhaltensmuster zu erarbeiten. Informationen und Übungen zum Umgang mit Suchtdruck und Rückfällen, Ablehntraining sowie das Erschließen von neuen Freizeitmöglichkeiten befähigen die TeilnehmerInnen, ihren Konsum deutlich zu reduzieren oder sogar einzustellen.

NachsorgeterminEine weitere Sitzung findet im Abstand von ca 4 Wochen statt. In dieser Zeit haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, das Erlernte zu erproben. Im Nachsorgetermin können Erfahrungen ausgetauscht werden, aber auch mögliche Schwierigkeiten besprochen und Informationen über weitergehende Hilfen zur Verfügung gestellt werden.

Die nächste Gruppe startet voraussichtlich im Herbst 2011

Kontakt:
Daniela Hons
Marsbruchstr. 60 a
44287 Dortmund
0231/ 95989170